Der kleine Unterschied der sozialen Netze

Ja wo sind sie denn? Die potentielle Zielgruppe in den sozialen Netzen finden und richtig ansprechen.

Wer ist wo?Wie immer kann die Zielgruppenansprache unterschiedlichen Strategien folgen. Wenn einem Unternehmen unendliche Ressourcen zur Verfügung stehen würden, dann könnte sie ihre Präsenz schrotschußmäßig in allen oder zumindestens in den wichtigsten sozialen Netzwerken gleichstark pflegen. Da dies aber selbst unter diesen illusorischen Optimalbedingungen ökonomisch nicht sinnvoll ist, sollte man dem ökonomischen Prinzip folgen. Sinnvollerweise sind die Kräfte zu bündeln und vor allem muss die Ansprache für jeden Kanal richtig gewählt werden. Es scheint nämlich so, dass die Knotenpunkte (Aktionsorte) der sozialen Netzwerke demografisch und sexuell gefärbt sind. Das bedeutet, dass sich Alterstruktur und Geschlechterverteilung innerhalb der Aktionsorte von Netzwerk zu Netzwerk unterscheiden. The battle of the sexes bzw. hier spziell der Artikel How man and woman use the social web zeigt dies für die USA, Mit Abstrichen dürften diese Erkenntnisse wohl auch auf Deutschland übertragbar sein.

Im Einzelnen (Quelle: Infographic):

  • 56% der Benutzer von Sozialen Netzwerken sind weiblich
  • Männer sind tendenziell impulsiver, sie posten häufiger Dinge, die sie später bedauern
  • Frauen nutzen viel häufiger die Einstellungen zur Privatspähre (67% Frauen gegenüber 48% Männer)
  • Frauen "entfreunden" sich deutlich häufiger als Männer (67% der Frauen gegenüber 58% der Männer)
  • Frauen besuchen jeden Monat 99 Mio. Seiten mehr als die Männer
  • 2/3 aller Benutzer sagen, dass sie aus sozialen Gründen (mit der Familie in Kontakt bleiben) sich im sozialen Netzwerk engagieren

Hieraus kann man ableiten, dass Harmonie, Anonymität und ein respektvoller Umgang einen hohen Stellenwert haben. Die qualifizierte Zielgruppenansprache entscheidet deshalb darüber, wie hoch der Anteil aller Benutzer ist, die ich tatsächlich erreiche. Ein Küchengeräterhersteller mag mit "Familien-Hotline" manchmal  mehr erreichen als mit "Ihr technischer Ratgeber" die Frage der Lackfarbe wirkt manchmal sympathischer als die Frage nach dem Hubraum.

  • Twitter (64% Frauenanteil) und Facebook (58% Frauenanteil) werden von Frauen dominiert.
  • 18% aller Frauen sind täglich auf Facebook aktiv, sie zeigen eine deutliche höhere Bereitschaft Nachrichten und Fotos zu kommentieren
  • Pinterest ist mit einem Frauenanteil von 82% scheinbar eine No-Go-Area für Männer

Frauen sind aktiver und interaktiver, wer ästhetische, bildstarke Botschaften aus dem Lifestyle für Frauen hat, der sollte sich auf Pinterest engagieren.

  • 9×9 Minuten, diese einfache Formel für den täglichen Login und die Aufenthaltsdauer, sagt uns, wir haben 9 kurze Gelegenheiten die Zielgruppe zu erreichen
  • Die soziale Plattform "Tagged.com" hat ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis
  • Wer stärker auf die mänliche Zielgruppe setzten muss, der sollte Linked In (63% Männeranteil), Google Plus (71% Männeranteil) und Reddit.com (84% Männeranteil) in Erwägung ziehen

Wer jetzt glaubt, er weiss, wie der Hase läuft, den mag vielleicht ein Untersuchungsergebnis von Linked In erstaunen, nämlich, dass Frauen in der Viehwirtschaft erfolgreicher sind und dafür Männer im Kosmetikvertrieb ;-) 
Noch ein abschließender Hinweis: Die Daten wurden für die USA erhoben. Im Quellenverzeichnis der zitierten Infografik finden sich noch weitere spannende Informationsquellen,.

 

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