Schema.org und 6 sinnlose Sekunden, um die Videoindexierung zu testen

Die sinnvolle Videoindexierung

Damit die Suchmaschinen gemäß ihres Geschäftsmodells Ergebnisse liefern können, machen sie sich auf die Suche nach jenen Inhalten, die wertvolle, oder anders gesagt auf lange Sicht geldwerte Informationen bereitstellen. Filme spielen hierbei eine wichtige Rolle, denn, wenn sie gut gemacht sind haben sie eine hohe Informationsdichte und stiften aus diesem Grund bereits einen hohen Nutzen. Es wäre eine Binsenweisheit, wenn ich behaupten würde, dass Suchmaschinen den Zusammenhang für sich nutzen: je belieber ein Inhalt primär ist, desto mehr Einkommen erzeugt es sekundär.

Videos sind Triple-Win-Inhalte. Sie sind bei Suchmaschinen, Usern und Contentproduzenten gleichermaßen beliebt, weil sie als Medium geeignet sind alle Seiten gleich gut zu befriedigen. Das goldene Dreieck bestünde demnach aus dem zufriedenen Contentproduzenten, dem zufriedenen User und der zufriedenen Suchmaschine (happy googles).

Jetzt kommt Schema.org ins Spiel

Der zufriedene User ist die unkalkulierbare Größe. Aber wenigstens haben die großen Suchmaschinebetreiber Bing, Google, Yahoo und Yandex wieder einen evolutionären Schritt gemacht. Wir müssen immer im Auge behalten, dass am Ende die semantische Informationsbereitstellung steht, denn nur wenn es den Suchmaschinen gelingt, genau das zu finden, was der User bezogen auf seine Suchanfrage braucht, behält das biblliothekarische Wissen um Inhalte, gegenüber den Meinungen aus dem sozialen Umfeld, ihren Wert (nur eine These).

Zurück zum Video-Problem. Vermutlich bin ich der einzige, der dieses Problem überhaupt hat, aber anschaulich gesprochen würde ich es wie folgt beschreiben: Stellen Sie sich eine verwunschene Kramskiste vor. Neben dem alten CPU-Lüfter, einigen leeren Kugelschreibern und dem geknickten USB-Kabel liegen in der Kiste auch einige gebrannte DVD's mit Familienvideos – natürlich alle unbeschriftet. Genau in dieser Situation befindet sich jetzt die Suchmaschine. Es fehlen Informationen über den Inhalt der unbeschrifteten DVD. Hätte man beim Archivieren z.B. folgende Info mit der DVD abgespeichert: Hamburg, Urlaubsvideo 25 min. Sommer 2006, Oma beim Eselreiten, so könnte man diese für den Vortrag "Richtig Eselreiten eine Anleitung für Anfänger" benutzen. Und genau diesen virtuellen CD-Markerstift stellt uns Schema.org zur Verfügung. Schema.org sagt dazu: On-page markup enables search engines to understand the information on web pages and provide richer search results in order to make it easier for users to find relevant information on the web. Und das ist besonders sinnvoll für Medien, bei denen die Informatinoen im Format gekapselt sind.

1) Video embbed unseres Testvideos direkt aus unserem YouTube-Channel per iframe-embed-Code

<iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/jUzrsgDx1pg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>

was im Ergebnis dann so aussieht:

2beemedia Videoproduktion

Unser Video: 6 sinnlose Sekunden

Spielzeit 0:07 Sekunden

Ein Film über wirklich 6 sinnlose Sekunden, die einfach so freitagabends passieren!

Auf diese Weise kann man sehr schön sein Video per iframe von einem Videoportal (hier YouTube) einbinden. Mal abgesehen davon, dass iframes je nach Doctype nicht immer W3C-konform sind, liegt der Vorteil des publizierens auf einem Streaming-Server  und das anschließende re-embedding klar auf der Hand. Es ist schön einfach! Gleichzeitig haben wir über den On-page Markup mehr Kontrolle darüber, was in den Suchmaschinen darüber zu erfahren ist.

Hier nochmal der On-page Markup im Überblick:

<div itemscope itemtype="http://schema.org/LocalBusiness">
<h2 itemprop="name">2beemedia Videoproduktion</h2>
    <div itemscope itemtype="http://schema.org/VideoObject">
    <h2>Unser Video: <span itemprop="name">6 sinnlose Sekunden</span></h2>
    <meta itemprop="duration" content="P7S" /><p>Spielzeit 0:07 Sekunden</p>
    <meta itemprop="thumbnailURL" content="http://2bee.de/wp-content/media/2012/02/6-sinnlose-sekunden.jpg" />
    <meta itemprop="embedURL" content="http://www.youtube.com/embed/jUzrsgDx1pg" />
    <iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/jUzrsgDx1pg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
    <span itemprop="description">Ein Film über wirklich 6 sinnlose Sekunden, die einfach so freitagabends passieren!</span>
    </div>
</div>

ACHTUNG: bei gegebenen xhtml- transitional-Doctype ist es nicht valide, d.h. die Ausgabe ist nicht W3C-konform. Abhilfe kann da ggf. nur ein z.Zt. nocht experimenteller doctype sein: z.B.: <!DOCTYPE html PUBLIC '-//W3C//DTD XHTML+RDFa 1.0//EN' 'http://www.w3.org/MarkUp/DTD/xhtml-rdfa-1.dtd'> [dieser beinhaltet dann HTML5, XHTML 1.1 und RDFa Light 1.1 und sollte somit Microdata in Form von Schema.org verstehen. Es macht in diesem Fall vielleicht nur Sinn den Schema.org Teil zu validieren, und nicht das gesamte Dokument, weil ggfs. andere Validierungsfehler einem schnell den Spaß verderben könnten!]

Der itemprop duration folgt übrigens dem Format aus ISO 8601, und wird so notiert:  P3Y6M4DT12H30M5S – P steht für period => 3 Jahre – 6 Monate 4 Tage 12 Stunden 30 Minuten 5 Sekunden. Und um im Einzelfall die Doppeldeutigkeit zwischen Monat und Minute zu lösen steht  "P1M" für 1 Monat und "PT1M" für 1 Minute ;.)

Abschließend prüfen wir noch, ob das On-Page Markup richtig erkannt wird. Google stellt dafür den einen Test für sog. Rich Snippets bereit. Für diesen Artikel wäre der Live-Test:

Die Videoindexierung hat geklappt

Hier nochmal die Formalien für die komplette Auszeichung einer Videoindexierung:

DAS SAGT DIE WELT

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